Labskaus
Labskaus ist ein herzhaftes norddeutsches Gericht, das Seele und Gaumen wärmt. Eine deftige Mischung aus Kartoffeln, Pökelfleisch und Roter Bete, klassisch serviert mit Spiegelei und Rollmops.
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Einleitung
Labskaus, ein Gericht mit tiefer Geschichte und norddeutschem Charakter, ist mehr als nur eine Mahlzeit – es ist ein kulinarisches Erbe. Ursprünglich ein nahrhaftes Seemannsgericht, das auf langen Fahrten Kraft spendete, hat es sich zu einem geliebten Klassiker der typischen deutschen Hausmannskost entwickelt. Die einzigartige Kombination aus deftigem Pökelfleisch, Kartoffeln und Roter Bete mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, doch genau das macht seinen unverwechselbaren Reiz aus. Jeder Bissen erzählt von der rauen Schönheit der Küstenregion und der Herzlichkeit ihrer Bewohner. Labskaus ist nicht nur sättigend, sondern auch unglaublich tröstlich, eine wahre Umarmung für die Seele, besonders an kalten Tagen. Lass dich von diesem traditionsreichen Gericht verzaubern und entdecke ein Stück norddeutsche Identität auf deinem Teller.
Zutaten
- 600 g festkochende Kartoffeln
- 400 g Pökelfleisch (Corned Beef)
- 200 g Rote Bete, gekocht und gewürfelt
- 100 ml Milch
- 50 g Butter
- 1 Zwiebel
- 2 EL Pflanzenöl
- 4 Eier
- 4 Rollmöpse
- 2 Gewürzgurken
- nach Geschmack Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Kartoffeln schälen, vierteln und in Salzwasser ca. 20-25 Minuten weich kochen. Abgießen und kurz ausdampfen lassen.
- In der Zwischenzeit die Zwiebel fein würfeln. Pökelfleisch grob zerzupfen oder würfeln. Rote Bete ebenfalls würfeln.
- Milch und Butter in einem kleinen Topf erwärmen. Die gekochten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit einem Stampfer zerdrücken. Milch-Butter-Mischung langsam unterheben und zu einem cremigen Püree verarbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- In einer großen Pfanne das Pflanzenöl erhitzen. Die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Das Pökelfleisch hinzufügen und kurz anbraten.
- Das Pökelfleisch und die gewürfelte Rote Bete unter das Kartoffelpüree heben. Alles gut vermischen und falls nötig nochmals mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei mittlerer Hitze weitere 5-10 Minuten ziehen lassen, bis alles gut durchgewärmt ist.
- In einer separaten Pfanne die Eier zu Spiegeleiern braten, bis das Eiweiß gestockt und das Eigelb noch flüssig ist.
- Den Labskaus auf Teller anrichten. Jede Portion mit einem Spiegelei, einem Rollmops und einer Gewürzgurke garnieren und sofort servieren.
Nährwerte
Tipps & Variationen
- Ersetze Pökelfleisch durch gepökeltes Rindfleisch oder Kassler für eine andere Geschmacksnote.
- Bereite das Gericht einen Tag im Voraus zu, die Aromen ziehen dann besser durch.
- Verwende ausschließlich mehlig kochende Kartoffeln für ein cremigeres Püree.
- Serviere Labskaus traditionell mit Gewürzgurken und Spiegelei.
- Für eine vegetarische Variante Pökelfleisch durch geräucherten Tofu ersetzen.
Häufige Fragen
- Kann ich Labskaus einfrieren?
- Ja, du kannst Labskaus problemlos einfrieren. Verpacke es luftdicht und es hält sich bis zu drei Monate im Gefrierfach. Zum Auftauen langsam im Kühlschrank auftauen lassen und dann erhitzen.
- Welche Beilagen passen gut zu Labskaus?
- Traditionell wird Labskaus mit Spiegelei, Rollmops und Gewürzgurken serviert. Auch ein frischer Salat oder Rote Bete können eine gute Ergänzung sein.
- Warum ist mein Labskaus wässrig geworden?
- Wässriges Labskaus entsteht oft, wenn die Kartoffeln nicht ausreichend abgetropft wurden. Achte darauf, sie nach dem Kochen gut ausdampfen zu lassen, damit überschüssige Feuchtigkeit entweicht.
- Kann ich Labskaus auch mit frischem Pökelfleisch zubereiten?
- Ja, du kannst frisches Pökelfleisch verwenden und es selbst kochen, bis es zart ist. Dies verleiht dem Labskaus einen intensiveren, frischeren Geschmack als fertiges Dosen-Pökelfleisch.